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06.07.2010
Liederkranz Oppau auf Konzertreise 2010 in Maurach.
von Gregor Strassel
Die diesjährige Konzertreise des Liederkranz Oppau führte einhundert Teilnehmer nach Österreich. Der Achensee war das Ziel und damit verbunden ein reichhaltiges Programm das der Vorsitzende Alfred Schneider und seine Frau Marlis zusammengestellt hatten.
Es herrschte gute Laune als die Fahrt am 2. Juni 2010 in Oppau begann. Frohgelaunt und erwartungsvoll bestiegen die Teilnehmer die beiden Busse um zunächst in Richtung Oberschleißheim aufzubrechen. Leider verfinsterte sich der Himmel zusehends und der Zwischenstopp in der Schlosswirtschaft Oberschleißheim musste aus dem Biergarten in den Saal verlegt werden. Gut gestärkt konnten die Teilnehmer vor der Weiterfahrt das Schloß Oberschleißheim mit seinen Ausstellungen und seinem schönen Park besichtigen oder der Besuch der Flugwerft, einer Außenstelle des Deutschen Museums, wurde wahrgenommen. Die Flugwerft Oberschleißheim bot allen Besuchern einen hervorragenden Einblick in die Geschichte und die Nutzung von Flugzeugen. Sehr reichhaltig waren Flugzeuge aller Gattungen zu bewundern, vor allem jedoch wurde vielen klar welche Technik hinter solchen Flugzeugen steckt. Der Besuch dieser Ausstellung war in jedem Fall lohnenswert und lediglich die Zeit, es hätte viel mehr davon gebraucht, ließ ein intensiveres Betrachten scheitern.
Weiterfahrt nach Maurach
Maurach am Achensee unterhalb des Rofan Gebirges war bald erreicht, Koffer ausladen, Zimmerschlüssel in Empfang nehmen, Zimmer belegen und sich einrichten ließen kaum Zeit einen Blick auf das Wetter zu werfen. Tief hängende Wolken, kaum sichtbare Berggipfel und ein trüber Himmel verhießen zunächst nichts Gutes. Die Temperaturen waren auch nicht gerade zum Erwärmen. Das alles konnte aber der guten Stimmung die sich beim Abendessen bereits eingestellt hatte, nichts anhaben.
Fahrt zum großen Ahornboden
Am zweiten Tag stand eine Fahrt in die Eng und zum großen Ahornboden auf dem Programm. Der erste Blick aus dem Fenster, die Wolken hingen immer noch tief und auf den Bergen war ab ca. 1200 m eine leichte Schneeschicht zu entdecken, ließen dennoch keine Zweifel an der Durchführung der Fahrt aufkommen. So fuhren wir in die Eng und bestaunten oder bewunderten die überall herabstürzenden Wassermassen und den stark angeschwollenen Fluß der neben Wasser auch Geröll und Treibholz zu Tal beförderte. Wohl selten hat man die Gelegenheit diesen ansonsten kleinen Bach so wild zu erleben. Petrus lenkte ein und reduzierte den Regen auf einige kleine Schauer als die Teilnehmer sich auf den Lehrpfad am großen Ahornboden und in Richtung Engalm begaben.
Auf der Rückfahrt statteten wir der Hl. Notburga-Kirche in Eben einen Besuch ab und wurden von Schwester Constanzia herzlich begrüßt. Sie berichtete über die Geschichte dieser Kirche. Der Abend verging nach einigen vom Chor unter der Leitung seines Dirigenten Clayton Bowman in geselliger Runde sehr schnell.
Innsbruck du schöne Alpenstadt
Sie war am Freitag unser Ziel. Oder besser gesagt nicht die Stadt sondern die Sprungschanze am Berg Isel. Zarte blaue Flecken am Himmel ließen schon bei der Abfahrt hoffen, daß Petrus sich daran erinnert eigentlich ein Liederkränzler zu sein und uns gutes Wetter bescheren sollte. Dies hat er dann auch in die folgenden Tage sehr gut nachgeholt. So war es auch nicht verwunderlich daß bei Sonne und Wärme der Besuch der neuen Schanze am Berg Isel zu einem Erlebnis wurde. Imposant schon der Anblick der Schanze während der Anfahrt. Sie schaut von erhabener Höhe auf Innsbruck herab. Wie muß es eigentlich den jungen Menschen zu Mute sein, die an diesem Tag an der Schanze Sprungtraining hatten und immer wieder gewagte Sprünge vom Schanzentisch nach unten brachten. Sommerschispringen das hatten wir nicht erwartet. Während nun die einen den Weg nach oben in das Schanzen-Restaurant mit dem Schrägaufzug antraten, ließen es sich einige Unermüdliche nicht nehmen die vielen Stufen hinauf und später wieder hinab zu steigen. Allen aber bot sich ein imposanter Blick auf die Stadt, das gegenüberliegende schneebedeckte Gebirge und ein Blick auf das Stift Wilden, das wir im Anschluss besuchten. Eine Führung durch dieses große in Mitten der Stadt gelegene Stift schloss sich an und vermittelte viele Eindrücke und Wissenswertes aus seiner Geschichte. In dieser schönen Basilika mir einer wunderbaren Akustik sangen die Sänger ein paar sakrale Chorsätze.
Nach der Rückfahrt führte der Weg direkt an den See. Gotthilf Fischer hat hier „die Straße der Lieder“ ins Leben gerufen und verschiedene Tafeln mit Volksliedern aufgestellt. An einigen dieser Punkte sang der „gemischte Chor“ des Liederkranz die Volkslieder, die auf den entsprechenden Tafeln zu finden waren. Als Belohnung für diesen Chor gab es vor der Rückfahrt ins Hotel noch einen kleinen Umtrunk am See.
Vier junge Musiker standen nach dem Abendessen im Saal und boten unterhaltsame Musik die auch zu dem einen oder anderen Tänzchen eingeladen hat.
Überflieger aus Oppau
Der Samstag war zur freien Verfügung. Jeder Teilnehmer konnte sich für verschieden Aktivitäten entscheiden. Während einige am See wanderten, mit dem Schiff über den See fuhren oder mit der Jenbachbahn unterwegs waren, ging es für den überwiegenden Teil mit der Seilbahn ins Rofangebirge zur Erfurter Hütte. Das Wetter zeigte sich von der allerbesten Seite. Der Blick von oben auf den See, Maurach und die umliegenden Berge war sehr lohnend. Die Attraktivität jedoch war das Fliegen mit dem Adler. Dies ist ein Flugsimulator der das Gefühl des Paragleitens vermittelt. In einen entsprechende Fluganzug eingepackt wird man auf den Berggipfel gezogen und fliegt wie ein Paragleiter zum Ausgangspunkt zurück. Damit nichts passieren kann natürlich nicht im freien Flug. Ein solcher Flug sollte noch besondere Bedeutung haben.
Die Freizeit verging schnell. Die Sänger trafen sich am Nachmittag zur Abschlussprobe für den Gottesdienst. Die Gestaltung der Vorabendmesse ist bei jeder Konzertreise fester Bestandteil. Durch Plakate und in der Kirche und dem Gemeindeblatt angekündigt, war der Gottesdienst auch gut besucht und die Gestaltung der Messe durch den Chor mit seinem Dirigenten Clayton Bowman kann durchaus als gelungen betrachtet werden. Ein weiteres Mal hat der Chor für Oppau im Rahmen seiner Konzertreise geworben.
Den Dankesworten und dem Abschied war der Abend gewidmet. Alfred Schneider bedankte sich bei dem Inhaber des Hotels „Vier Jahreszeiten“ in dem sich der Liederkranz für 4 Tage gut aufgehoben und betreut fühlte. Zuvorkommende Bedienungen, freundliches Personal und ein hervorragendes Essen ließen keine Wünsche offen.
Im Anschluss dankte Peter Scherer dem Vorsitzenden Alfred Schneider und seiner Frau Marlis für die geleistete Vorarbeit und Organisation. Ein kleines Geschenk aller Teilnehmer, mit sich beide einen Wunsch erfüllen können wurde neben einem Blumenstrauß überreicht.
Der Dank galt aber auch unserem Chorleiter Clayton Bowman der erst vier Monate im Amt ist und seinen Chor schon bestens im Griff hat. Auch ihm wurde ein kleines Präsent überreicht.
Ein Dank aber auch an alle Mitreisenden und die Sänger für ihren Einsatz. Der Abschiedsabend verging schnell. Während manche schon ihre Koffer packten saßen viele noch in gemütlicher Runde beisammen.
Rückfahrt
Nach dem Frühstück und Koffer verladen ging die Fahrt nach München. Hier hatten alle Teilnehmer Gelegenheit sich in der Stadt noch frei zu bewegen. Der Anziehungspunkt war natürlich das Hofbräuhaus. Aber auch sonst gab es noch vieles zu entdecken ehe die Rückfahrt fortgesetzt wurde. Wenn es dann auch bei der Ankunft in Oppau stark geregnet hat und das Ausladen der Koffer in größter Eile vorgenommen wurde, darf abschließend gesagt werden, daß eine tolle Konzertreise, verbunden mit vielen Erlebnissen, Erfahrungen und Eindrücken gut zu Ende gegangen ist. Ein Dank an dieser Stelle noch einmal an Alfred und Marlis Schneider, die sich viel Mühe mit der Vorbereitung und der Durchführung der Reise gegeben haben.
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