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  04.03.2012

(Besucherzähler).

 

Intressantes 2010

06.07.2010

Liederkranz Oppau auf Konzertreise 2010 in Maurach.

von Gregor Strassel

Die diesjährige Konzertreise des Liederkranz Oppau führte einhundert Teilnehmer nach Österreich. Der Achensee war das Ziel und damit verbunden ein reichhaltiges Programm das der Vorsitzende Alfred Schneider und seine Frau Marlis zusammengestellt hatten.

Es herrschte gute Laune als die Fahrt am 2. Juni 2010 in Oppau begann. Frohgelaunt und erwartungsvoll bestiegen die Teilnehmer die beiden Busse um zunächst in  Richtung Oberschleißheim aufzubrechen. Leider verfinsterte sich der Himmel zusehends und der Zwischenstopp in der Schlosswirtschaft Oberschleißheim musste aus dem Biergarten in den Saal verlegt werden. Gut gestärkt konnten die Teilnehmer vor der Weiterfahrt das Schloß Oberschleißheim mit seinen Ausstellungen und seinem schönen Park besichtigen oder der Besuch der Flugwerft, einer Außenstelle des Deutschen Museums, wurde wahrgenommen.  Die Flugwerft Oberschleißheim bot allen Besuchern einen hervorragenden Einblick in die Geschichte und die Nutzung von Flugzeugen. Sehr reichhaltig waren Flugzeuge aller Gattungen zu bewundern, vor allem jedoch wurde vielen klar welche Technik hinter solchen Flugzeugen steckt. Der Besuch dieser Ausstellung war in jedem Fall lohnenswert und lediglich die Zeit, es hätte viel mehr davon gebraucht, ließ ein intensiveres Betrachten scheitern.

Weiterfahrt nach Maurach

Maurach  am Achensee unterhalb des Rofan Gebirges war bald erreicht, Koffer ausladen, Zimmerschlüssel in Empfang nehmen, Zimmer belegen und sich einrichten ließen kaum Zeit einen Blick auf das Wetter zu werfen. Tief hängende Wolken, kaum sichtbare Berggipfel und ein trüber Himmel verhießen zunächst nichts Gutes. Die Temperaturen waren auch nicht gerade zum Erwärmen. Das alles konnte aber der guten Stimmung die sich beim Abendessen bereits eingestellt hatte, nichts anhaben.

Fahrt zum großen Ahornboden

Am zweiten Tag stand eine Fahrt in die Eng und zum großen Ahornboden auf dem Programm. Der erste Blick aus dem Fenster, die Wolken hingen immer noch tief und auf den Bergen war ab ca. 1200 m eine leichte Schneeschicht zu entdecken, ließen dennoch keine Zweifel an der Durchführung der Fahrt aufkommen. So fuhren wir in die Eng und bestaunten oder bewunderten die überall herabstürzenden Wassermassen und den stark angeschwollenen Fluß der neben Wasser auch Geröll und Treibholz zu Tal beförderte. Wohl selten hat man die Gelegenheit diesen ansonsten kleinen Bach so wild zu erleben. Petrus lenkte ein und reduzierte den Regen auf einige kleine Schauer als die Teilnehmer sich auf den Lehrpfad am großen Ahornboden und in Richtung Engalm begaben.

Auf der Rückfahrt statteten wir der Hl. Notburga-Kirche in Eben einen Besuch ab und wurden von Schwester Constanzia herzlich begrüßt. Sie berichtete über die Geschichte dieser Kirche. Der Abend verging nach einigen vom Chor unter der Leitung seines Dirigenten Clayton Bowman in geselliger Runde sehr schnell.

Innsbruck du schöne Alpenstadt

Sie war am Freitag unser Ziel. Oder besser gesagt nicht die Stadt sondern die Sprungschanze am Berg Isel. Zarte blaue Flecken am Himmel ließen schon bei der Abfahrt hoffen, daß Petrus sich daran erinnert eigentlich ein Liederkränzler zu sein und uns gutes Wetter bescheren sollte. Dies hat er dann auch in die folgenden Tage sehr gut nachgeholt. So war es auch nicht verwunderlich daß bei Sonne und Wärme der Besuch der neuen Schanze am Berg Isel zu einem Erlebnis wurde. Imposant schon der Anblick der Schanze während der Anfahrt. Sie schaut von erhabener Höhe auf Innsbruck herab. Wie muß es eigentlich den jungen Menschen zu Mute sein, die an diesem Tag an der Schanze Sprungtraining hatten und immer wieder gewagte Sprünge vom Schanzentisch nach unten brachten. Sommerschispringen das hatten wir nicht erwartet. Während nun die einen den Weg nach oben in das Schanzen-Restaurant mit dem Schrägaufzug antraten, ließen es sich einige Unermüdliche nicht nehmen die vielen Stufen hinauf und später wieder hinab zu steigen. Allen aber bot sich ein imposanter Blick auf die Stadt, das gegenüberliegende schneebedeckte Gebirge und ein Blick auf das Stift Wilden, das wir im Anschluss besuchten. Eine Führung durch dieses große in Mitten der Stadt gelegene Stift schloss sich an und vermittelte viele Eindrücke und Wissenswertes aus seiner Geschichte. In dieser schönen Basilika mir einer wunderbaren Akustik sangen die Sänger ein paar sakrale Chorsätze.

Nach der Rückfahrt führte der Weg direkt an den See. Gotthilf Fischer hat hier „die Straße der Lieder“ ins Leben gerufen und verschiedene Tafeln mit Volksliedern aufgestellt. An einigen dieser Punkte sang der „gemischte Chor“ des Liederkranz die Volkslieder, die auf den entsprechenden Tafeln zu finden waren. Als Belohnung für diesen Chor gab es vor der Rückfahrt ins Hotel noch einen kleinen Umtrunk am See.

Vier junge Musiker standen nach dem Abendessen im Saal und boten unterhaltsame Musik die auch zu dem einen oder anderen Tänzchen eingeladen hat.

Überflieger aus Oppau

Der Samstag war zur freien Verfügung. Jeder Teilnehmer konnte sich für verschieden Aktivitäten entscheiden. Während einige am See wanderten, mit dem Schiff über den See fuhren oder mit der Jenbachbahn unterwegs waren, ging es für den überwiegenden Teil mit der Seilbahn ins Rofangebirge zur Erfurter Hütte. Das Wetter zeigte sich von der allerbesten Seite. Der Blick von oben auf den See, Maurach und die umliegenden Berge war sehr lohnend. Die Attraktivität jedoch war das Fliegen mit dem Adler. Dies ist ein Flugsimulator der das Gefühl des Paragleitens vermittelt. In einen entsprechende Fluganzug eingepackt wird man auf den Berggipfel gezogen und fliegt wie ein Paragleiter zum Ausgangspunkt zurück. Damit nichts passieren kann natürlich nicht im freien Flug. Ein solcher Flug sollte noch besondere Bedeutung haben.

Die Freizeit verging schnell. Die Sänger trafen sich am Nachmittag zur Abschlussprobe für den Gottesdienst. Die Gestaltung der Vorabendmesse ist bei jeder Konzertreise fester Bestandteil. Durch Plakate und in der Kirche und dem Gemeindeblatt angekündigt, war der Gottesdienst auch gut besucht und die Gestaltung der Messe durch den Chor mit seinem Dirigenten Clayton Bowman kann durchaus als gelungen betrachtet werden. Ein weiteres Mal hat der Chor für Oppau im Rahmen seiner Konzertreise geworben.

Den Dankesworten und dem Abschied war der Abend gewidmet. Alfred Schneider bedankte sich bei dem Inhaber des Hotels „Vier Jahreszeiten“ in dem sich der Liederkranz für 4 Tage gut aufgehoben und betreut fühlte. Zuvorkommende Bedienungen, freundliches Personal und ein hervorragendes Essen ließen keine Wünsche offen.

Im Anschluss dankte Peter Scherer dem Vorsitzenden Alfred Schneider und seiner Frau Marlis für die geleistete Vorarbeit und Organisation. Ein kleines Geschenk aller Teilnehmer, mit sich beide einen Wunsch erfüllen können wurde neben einem Blumenstrauß überreicht.

Der Dank galt aber auch unserem Chorleiter Clayton Bowman der erst vier Monate im Amt ist und seinen Chor schon bestens im Griff hat. Auch ihm wurde ein kleines Präsent überreicht.

Ein Dank aber auch an alle Mitreisenden und die Sänger für ihren Einsatz. Der Abschiedsabend verging schnell. Während manche schon ihre Koffer packten saßen viele noch in gemütlicher Runde beisammen.

Rückfahrt

Nach dem Frühstück und Koffer verladen ging die Fahrt nach München. Hier hatten alle Teilnehmer Gelegenheit sich in der Stadt noch frei zu bewegen. Der Anziehungspunkt war natürlich das Hofbräuhaus. Aber auch sonst gab es noch vieles zu entdecken ehe die Rückfahrt fortgesetzt wurde. Wenn es dann auch bei der Ankunft in Oppau stark geregnet hat und das Ausladen der Koffer in größter Eile vorgenommen wurde, darf abschließend gesagt werden, daß eine tolle Konzertreise, verbunden mit vielen Erlebnissen, Erfahrungen und Eindrücken gut zu Ende gegangen ist. Ein Dank an dieser Stelle noch einmal an Alfred und Marlis Schneider, die sich viel Mühe mit der Vorbereitung und der Durchführung der Reise gegeben haben.

 

Sonntagsfahrt am 04.07.2010 zum Silchermuseum

von Volker Frech

Am frühen Morgen dieses Sonntags trafen sich die aktiven und passiven Mitglieder vom „Liederkranz 1843 Oppau“ zu einer kleinen Sängerreise nach Weinstadt-Schnait.

Weinstadt-Schnait ist eine kleine Kreisstadt zwischen Waiblingen und Schorndorf gelegen und beherbergt neben einigen mittelständischen Betrieben auch Weinbau im größten Weinbaugebiet von Baden-Württemberg

Ziel der Fahrt war das Silchermuseum. Bekanntermaßen ist Friedrich Silcher der größte Sammler deutschen Volksliedguts und hat hunderte Volkslieder aufge-zeichnet und nachträglich vertont. Er war Dichter, Komponist, Herausgeber, Musikpädagoge, Konzertdirigent und Pfleger des Volksliedes und des volkstümlichen Chorgesanges. Hier eine kurze Biographie:

Am 27. Juni 1789 erblickte Friedrich Silcher in Schnait im Remstal als Sohn des Lehrers Karl Johann Silcher das Licht der Welt.

1803 erhielt er bei Ferdinand Auberlen in Fellbach, der auch ein guter Musiker und geschätzter Bearbeiter von Männerchören war, als "Schulknecht" eine dreijährige Lehrstelle.

1806 kam er als Lehrgehilfe nach Schorndorf, wo er außerdem Hauslehrer des Kreishauptmanns Freiherr von Berlichingen wurde. Als dieser 1809 nach Ludwigsburg übersiedelte, verschaffte er Silcher an der Ludwigsburger Mädchenschule eine Anstellung. Ludwigsburg war damals zeitweilig Fürstenresidenz, weshalb sich dort Carl Maria von Weber und Konradin Kreutzer länger aufhielten. Beide empfahlen Silcher, Musik als Lebensaufgabe zu wählen. Kurz nachdem Kreutzer nach Stuttgart verzogen war, folgte ihm Silcher und wurde nun Musiklehrer. Während seines zweijährigen Aufenthalts wohnte er bei dem Klavierfabrikanten Schiedmayer; er wandte sich jetzt besonders der Musik Mozarts zu.

Im Silchermuseum existieren noch sehr viele original handschriftliche Dokumente, sowie Liederbücher und einzelne Notenblätter. Auch Vereins- und Verbandsfahnen und Banner sind dort in sehr gut erhaltenem Zustand zu bewundern. Nachdem alles bewundert war, sangen wir zusammen mit unseren mitgereisten Sängerfrauen noch einige von Silcher vertonte Lieder, bevor wir zu Fuß in das ca. 10 Min. entfernte Weingut Wissmann-Stilz aufsuchten. Dort wurde das Mittagessen eingenommen, wobei wir auch den Württemberger Wein uns zu Gemüt führten. Nach dem leckeren Mittagessen sangen wir noch einige Lieder. Zur Überraschung aller spielte der Hausherr noch einige Lieder auf seiner Trompete.

Nach diesem Aufenthalt ging es dann zurück über Stuttgart und Heilbronn ca. 85 km weiter nach Bad Wimpfen. Dort fand ein Fest anlässlich des 775sten Stauferjubiläum statt. Die Menschen flanierten in mittelalterlichen Gewändern umher und es fand ein Mittelaltermarkt statt. Bad Wimpfen, wo sich einst Kaiser und Könige Hof hielten. Ist mit seinen historischen Bauwerken eine alte sehenswerte Kurstadt.

Da sich die Witterung langsam Richtung Gewitter änderte, und wir auch unseren Zeitplan einhalten mussten, begaben wir uns wieder Richtung Bus. Die Heimfahrt verlief trotz Gewitter und reichlichem Regen harmonisch ab. Gegen 20:00 kamen wir wieder wohlbehalten und mit guten Erinnerungen an eine gelungene Sängerfahrt in Oppau an.

 

18.03.2010

Besuch der Hassia Mineralquellen in Bad Vilbel

von Gregor Strassel

Wer heute zu Hause ein Glas Mineralwasser trinkt macht sich wahrscheinlich keine Gedanken was hinter diesem Getränk verborgen ist. Um dies zu erfahren fuhr der Liederkranz Oppau am 18.3.2010 nach Bad Vilbel.

Geschichte und Museum

Der Gründer dieses Betriebes war der Sohn des Gastwirts und Getränkehändlers Johann Philipp Wilhelm Hinkel, Fritz Hinkel. Er hatte erkannt, daß man mit Wasser Geld verdienen konnte. So begann die Produktion von Mineralwasser, das strengsten Untersuchungen unterlag.  Die Söhne Wilhelm und Otto Hinkel sorgten in den 1920er Jahren für eine erhebliche Steigerung der Abfüllungen und gar im Jahr 1935 durch eine 320 Meter tiefe Bohrung für einen Brunnen, aus dem dann Wasser für den zwischenzeitlich in Bad Vilbel angelegten Kurpark strömte. Zu dieser Zeit waren etwa 20 Unternehmen als Anbieter von Mineralwasser in Bad Vilbel ansässig.

Ab den 1980er Jahren wuchs die Firma durch Betriebsübernahmen stark an. Diese wurden nach dem Mauerfall auf die alten Bundesländer ausgedehnt und erreichten mit der Übernahme der Roßbacher Brunnen GmbH im Jahr 2001 ihren Höhepunkt.

Heute ist die Firma der viertgrößter Abfüller von Mineralwasser und alkoholfreier Getränke in Deutschland.

Museumsführung

Alles fing einmal beschaulich an, wenn man die heutigen Dimensionen betrachtet. Und daß die alten Maschinen, Spül- und Abfüllanlagen noch heute zu bestaunen sind, ist eine tolle Sache. Die Firma Hassia hat sich ein Museum geschaffen, das Zeitzeuge vergangener Technik ist. Sie hat alte Maschinen aufbewahrt und gewährt so einen Einblick in die Arbeitsabläufe vergangener Zeit.

Mineralwasser

Was ist das? Wo kommt es her? Warum gibt es so viele Sorten? Was sind Mineralien? Wie ist die Zusammensetzung des verschiedenen Mineralwassers?

Was ist der Unterschied zwischen einem guten und einem weniger guten Mineralwasser? Das waren nur einige Fragen die uns an Hand von Schautafeln, Bildern und in Naturalien wie Bohrkerne, näher gebracht wurden. Viele haben nach diesen Erläuterungen ein neues Verständnis für Mineralwasser an den Tag gelegt. Und wie der Schreiber mittlerweile weiß zu Hause auch im Supermarkt überprüft was auf den Etiketten aufgeführt und welche Zusammensetzung das in der Flasche enthaltene Wasser hat. Es würde hier viel zu weit führen alle einzelnen Ergebnisse und Erklärungen die uns von den Mitarbeitern der Firma Hassia  mitgeteilt wurden, aufzuführen. Ich glaube es reicht völlig aus wenn wir ein neues Verständnis für Mineralwasser mitgenommen haben und dies auch in Zukunft beim Kauf beachten.

Moderne Technik

Was nach dem Imbiss auf uns zu gekommen ist, war Technik pur und einfach ausgedrückt „einfach überwältigend“. Der Gang über Förderbänder, Flaschenabfüllanlagen, unter Produktionsebenen hindurch, vorbei an laut ratternden Maschinen, an Wartungstrupps, die für die Funktionalität der gesamten Anlegen sorgten bis hin zu den Lagerräumen, vorbei an vollbeladenen, hin- und herfahrenden Gabelstaplern bis zum Labor war einfach imponierend.

Freilichtmuseum Hessenpark    Erleben wie es früher war

Nach vielen Hassia-Informationen ging es mitten in den Taunus, wo in den Wäldern und Tälern des Usinger Landes das Freilichtmuseum Hessenpark liegt. Seine 60 ha große Freifläche ist mit über einhundert, zum Teil original erhaltenen, Gebäuden bestückt. Sie veranschaulichen kleinstädtisches und ländliches Leben in Hessen aus vergangener Zeit. Es erscheint den Gründern des Hessenparkes wichtig, diese Zeitzeugnisse zu bewahren.

Abschließend bei schönstem Wetter noch eine Tasse Kaffee, einen Capuccino auf dem historischen Marktplatz zu trinken, war für die meisten Teilnehmer ein muss.

Ein großer Dank an Alfred Schneider, dem Vorsitzenden des Liederkranz, der diese Fahrt organisiert hat. Einen besseren Frühlingsanfang hätte man sich kaum wünschen können.