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05.10.2004
Vereinsausflug des Liederkranz Oppau
Anläßlich unseres Vereinsausfluges vom 18.09.2004 schrieb unser Pressewart Gregor Strassel nachfolgenden Bericht.
Der Ort, der einstmals den Schuhmachern und Schuhfabriken Arbeit in Hülle und Fülle garantierte ist heute zwar mit vielen Schuhgeschäften, in denen man auch Sonntags einkaufen kann, noch in aller Munde. Die Produktion von Schuhen findet in Hauenstein nur noch in einer Schuhfabrik statt. So war dann auch das Motto des Ausfluges “Hauenstein als Schuhmetropole” zu verstehen.
Das “Früher” wurde den mitgereisten Mitgliedern anschaulich im Deutschen Schuhmuseum näher gebracht. Eindrucksvoll die Führung durch verschiedene Zeitepochen. Das in diesem Museum nicht nur Schuhe aus verschiedenen Zeitabschnitten, sondern auch die Maschinen gezeigt die dafür benötigt wurden, machte den Rundgang und die Führung mehr als interessant.
Auch die Integration eines “Tante Emma Ladens” sowie eines Schuhgeschäftes aus den fünfziger Jahren, weckte bei den älteren Teilnehmern Erinnerungen. Welche Stresssituationen die Arbeiterinnen und Arbeiter beim Herstellen von Schuhen ausgesetzt waren, wurde deutlich als einige Maschinen zum Leben erweckt und uns zum Beispiel das Nageln eines Schuhes demonstriert wurde.
Was uns die Ohren bereits nach kurzer Zeit zuhalten ließ, mussten die Arbeiter früher stundenlang und fast ohne Gehörschutz ertragen. Sehenswert auch die Schuhe die von bekannten Persönlichkeiten getragen wurden und gut beschildert, wessen Fuß sie geziert haben, den Besuchern interessante Kommentare entlockten. Insgesamt ist das Museum einen Besuch wert, vor allem dann, wenn man ein Stück Pfälzer Geschichte hautnah erleben will.
Eine anstrengende Führung fordert seinen Tribut. Nach einem guten Mittagessen im Hotel Ochsen ging es erholt und gestärkt in die “gläserne Schuhfabrik”. Die Firma Seibel, heute noch als einzigste Schuhfabrik in Hauenstein tätig, gibt den Besuchern ihres Demonstrationsraumes die Möglichkeit sich das Herstellen eines Schuhes aus nächster Nähe anzuschauen.
Auch hier besonders zu erwähnen die guten fachlichen Erklärungen der Mitarbeiter über Material und Herstellungsprozess. Natürlich durfte auch der Schuhkauf nicht zu kurz kommen und so traf man den einen oder anderen Liederkränzler schon einmal in Socken und beim Probieren von Schuhen an.
Wir verließen Hauenstein in Richtung Pirmasens - Niedersimten um uns ein weiteres Stück Pfälzer Geschichte anzusehen.
Im Rahmen einer Führung in diesem nur zu einem Teil zugänglichen, Stück des Westwalles, wurden wir über den Sinn oder besser den Unsinn dieses Teiles einer Verteidigungsanlage informiert. War sie einstmals nur militärischen Bereichen vorbehalten, so wurde sie aber auch als Luftschutzbunker , als Lager ja sogar als Lazarett und Kirche benutzt. Interessant war die Führung in jedem Fall, wenn auch das Verständnis für Kosten und Materialaufwand einer solchen Anlage, verglichen mit ihrem Nutzen, bei manchen Erstaunen hervorrief. Aber auch dieser Teil des Westwalls war ein Stück einer Verteidigungsanlage die einstmals von der Nordsee bei Holland bis an die Schweizer Grenze reichen sollte.
Mit diesen Eindrücken aus der Südwestpfalz ging es zum Abschluss nach Burrweiler, wo in der Gaststätte “Zum Grafen von der Layen” bei einem gemütlichen Abend, bei gutem Essen und Trinken, ein paar frohen Liedern die die Sänger des Liederkranz anstimmten, ein interessanter Vereinsausflug zu Ende ging.
Ein herzliches Dankeschön an unseren Geselligkeitsausschuß Peter Scherer und Harald Kirchner die diesen Vereinsausflug hervorragend organisiert hatten. (G.S.)
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